„… dass meinem inneren Motor nie das Benzin ausgeht!" – Interview mit Designerin Esther Perbandt

Esther, du hast in Berlin zum ersten Mal eine Männerkollektion gezeigt. Wie kam es dazu?
Seit Jahren träume ich davon, das endlich auszuprobieren, schließlich ist auch meine Frauenkollektionen stark von Elementen aus der Männermode beeinflusst. Und schon seit längerem häuften sich die Anfragen von außen – von Kunden wie Einkäufern. In Japan werden einige Damen-Teile immer wieder von Männern gekauft. Bisher hatte ich nur einfach einen Heidenrespekt vor dem zusätzlichen Aufwand. Aber nachdem ich gegen Ende letzten Jahres einige Aufträge erhielt, bei denen es teilweise komplett um Männer-Ausstattungen ging, war das für mich ein Zeichen, endlich loszulegen.

 

Was war dir bei deiner Männerlinie wichtig?
Ich wollte eine Herren-Kollektion kreieren, die unabhängig einer sexuellen Ausrichtung existieren kann, weil für mich so etwas einfach nicht von Bedeutung ist. Eine große Herausforderung für mich, denn die meisten Menschen haben es nicht anders gelernt und können daher gar nicht anders, als in Schubladen zu denken.
Unheimlich spannend war es für mich, am Schluss zu sehen, wie sehr die neue Männerkollektion meine Frauenmode beeinflusst hat. Fast bei jedem Teil für die Männer habe ich gesagt: „Das will ich aber auch für Frauen haben”. Die Frauenkollektion ist vermutlich dadurch noch ein Stück weniger weiblich geworden.

 

Esther Perbandt Marco Pho Grassi

 

Während deiner Fashion Show hat der Graffiti-Künstler Marco Pho Grassi auf einer Glasscheibe die Muster gezeichnet, die als Print auf deiner Mode zu sehen war. Was hat euch zu einem gemeinsamen Projekt bewogen?
Ich habe Marco vor circa einem Jahr in Berlin über Jaybo Monk kennengelernt, einen Künstler aus Frankreich, mit dem ich mittlerweile für meine Projekte eng zusammenarbeite. Auch bei dieser Kooperation mit Marco hatte Jaybo die künstlerische Leitung. Marco, der in Italien schon sehr bekannt ist und viele internationale Sammler hat, war damals sofort begeistert von meinem Laden und meinen Entwürfen und meinte, wenn ich mal Lust auf ein gemeinsames Projekt hätte – er wäre sofort dabei. Da er in Mailand lebt – der Modestadt schlechthin – wurde er in der Vergangenheit schon häufig von großen Fashion-Häusern angefragt. Doch die Vorstellung, dann mit irgendwelchen Projektbeauftragten und deren Assistenten – und langen, zähen Kommunikationswegen! – ringen zu müssen, ohne die Elektrizität und Spannung von spontanen Rumspinnereien und Experimenten, das hat ihn einfach nicht gereizt.

 

Esther Perbandt Marco Pho Grassi

 

Wie ging es dann weiter?
Konkret entschieden haben wir uns, als ich im Oktober 2010 für fünf Tage nach Mailand geflogen bin, um dort in Marcos Welt einzutauchen, ihn und seine Arbeit besser kennenzulernen. Ich wollte sein Atelier sehen und einfach tagelang nur reden. Daraufhin hat er ein Bild kreiert, speziell für die Umsetzung als Digitaldruck auf verschiedenen Stoffe. Dieser Moment, als das Bild in einer grossen Holzkiste in Berlin ankam, war atemberaubend. 104 kleine Schrauben mussten wir mit der Hand aufschrauben. Welche Modetussi hat schon einen Akkuschrauber im Atelier rumliegen … Als wir es endlich in der Hand hielten, haben wir erst einmal einen Sekt geköpft.
Bei den Entwürfen für die Kollektion selbst hat Marco nicht mitgewirkt, dennoch wollte ich, dass seine Kunst mich inspiriert. Zufälligkeiten oder so genanntes „design by default” wollte ich einfliessen lassen, und auch die Strukturen, die Striche und die Linienführungen seiner Arbeiten.

 

Esther Perbandt Marco Pho Grassi

 

Es blieb aber nicht bei dem Bild, Marco Pho Grassi wurde der Showact deines Defilees.
Marco und ich wollten von Anfang an ein live painting während der Modenschau. Damit alles klappt, ist er eine Woche früher nach Berlin gekommen, um Dinge ausprobieren zu können. Und dann gibt es solch zufällige elektrische Momente, nur wenige Tage vor der Show, wo einem Ideen wie die handbemalten Schuhe und die Jacke für das Final-Outfit kommen. Mein Vater hatte mir zehn Paar Keilabsätze aus holz geschnitten, die ich eigentlich als Hommage an Marco mit einem Bunsenbrenner wie Holzkohle anbrennen wollte. Mit einigen haben wir das auch gemacht. Als Marco das sah, bekam er Lust, die anderen Paare selber zu bearbeiten.

 

Esther Perbandt Marco Pho Grassi

 

Genauso war es mit der Jacke, die erst zwei Tage vor der Show als Entwurf begann – und bis zuletzt ein Wackelkandidat war. Irgendwann um zwei Uhr nachts rief mich Marco an, im Atelier gebe es ein Problem. Die Materialien, die er in Berlin gekauft hatte, verhielten sich anders als gewohnt, er war nicht zufrieden. Und vielleicht sollten wir das mit dem live painting lieber lassen, er mache sich Sorgen darum. Ich schickte ein Stoßgebet an das Universum, mehr konnte ich vor lauter Arbeit und anderen „Feuern”, die ich löschen musste, nicht tun. Natürlich wollte sich Marco dem Berliner Publikum in Bestform, 180-prozentig präsentieren. Also wurde per Express-Kurier Material von Mailand nach Berlin geschickt. Und wir hatten wieder Energie, um an der Jacke zu arbeiten, die fantastisch geworden ist.

 

Ich erzähle das deshalb so genau und minutiös, weil es eben diese Geschichten hinter den Kulissen sind, die diese Kollektion so besonders für mich gemacht haben. Die intensive letzte Woche vor der Show, die Last-Minute-Ideen, die Krisen, die schlaflosen Nächte, zwei starke Persönlichkeiten, die aufeinander prallen und sich doch immens respektieren.

 

Ester Perbandt Mercedes-Benz Fashion Week Herbst/Winter 2011/2012

 

Deine weiblichen Models trugen wieder allesamt den „Perbandt’schen Haarstyle”. Was willst du damit ausdrücken?
Ich habe schon immer das Problem gehabt, dass mir die Models oft zu jung aussehen. Ich möchte so gerne meine Kleidung an Frauen sehen und nicht an Mädchen. Meistens ist es auch so, dass die guten Models eben lange Haare haben, und das ist einfach ein Typ Frau, der nicht unbedingt zu mir und meinem Image passt. Da hat es grossartig gepasst, dass der Perückenhersteller Bergmann mit mir zusammenarbeitet. Zur letzten winterlichen Fashion Week im Januar 2010 trugen die Models meine eigene Frisur aus schwarzem Haar und diesmal waren sie grauhaarig. Das hat sicherlich noch ein wenig mehr polarisiert, aber ich glaube ohnehin daran, dass Mode vergänglich Stil jedoch zeitlos ist. Natürlich schaue ich nach links und rechts, ich versuche aber nicht bewusst, Trends zu setzen. Ich freue mich eher darüber, wenn ich es schaffe, in meiner kleinen Esther-Perbandt-Welt einen Klassiker zu schaffen, der mehrere Saisons (er-)leben darf!

 

Was sind deine Vorsätze für 2011 – sowohl privat als auch für das Label Esther Perbandt?
Privatleben und die Marke – das lässt sich gar nicht mehr so richtig auseinander klamüsern. Ich habe so viele Vorsätze und Wünsche für mein Label, dass das Jahr 2011 definitiv zu kurz sein wird. Deshalb wünsche ich mir zuallererst etwas mehr Geduld: mit mir selbst, mit anderen und mit dem Lauf der Dinge. Es wäre einfach grossartig, wenn wir es schaffen würden, im Sommer wieder eine Show in einer spannenden Off-Location zu veranstalten. Aber dafür muss ich mir auch noch wünschen, dass meine Assistentin Monika Ackermann bei mir bleibt, die seit Jahren den besten und krassesten Job auf Erden macht. Und dass auch in diesem Jahr wieder so viele unglaublich tolle Praktikanten ihren Weg zu uns finden. Denn sonst könnte ich die Koffer packen.

 

Für mich persönlich hoffe ich einfach, dass meinem inneren Motor, der mich bis an meine Grenzen treibt, niemals das Benzin ausgeht!

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„Modeblogs sind wichtig!” Interview mit Margareta van den Bosch

Margareta van den Bosch, wir konnten Sie in der ersten Reihe der Show von Vladimir Karaleev sehen. Wie fanden Sie seine Kollektion?
Margareta van den Bosch: Mir haben seine Mode und die Show ausnehmend gut gefallen. Er ist ein sehr interessanter Designer.

 

Waren Sie zum ersten Mal bei der Mercedes-Benz Fashion Week in Berlin?
Ja, das stimmt. Ich liebe Berlin sehr, konnte aber leider noch nicht genügend Schauen dort besuchen, um mir ein richtiges Bild von der Fashion Week machen zu können.

 

Welche Shows haben Ihnen noch gefallen?
Ich habe natürlich das Defilee der drei Schwedinnen gesehen, Ida Sjöstedt,Camilla Norrback und Diana Orving. Eine ziemlich gute Show, finde ich. Außerdem hatte ich gerade noch genügend Zeit, die Ausstellung der von mir sehr geschätzten Fotografin Camilla Åkrans zu besuchen. Einfach toll!

 

Sie waren viele Jahre Chefdesignerin von H&M, jetzt arbeiten Sie als Creative Adviser für den Konzern. Was genau ist Ihr Job?
Ich berate die Firma, beispielsweise bei den Designer-Projekten, die wir jedes Jahr durchführen. Und ich stehe für Medienanfragen als Expertin zur Verfügung. Und obwohl ich eigentlich im Ruhestand bin und weniger Tage arbeite als früher, beschäftige ich mich ständig weiter mit Mode und verfolge neue junge Talente.

 

Sie sagten es schon, Kollektionen mit Lanvin, Jimmy Choo oder Comme des Garçons sind weiterhin eine Ihrer Aufgaben. Welcher Designer hat Sie am meisten fasziniert?
Die sind alle extrem spannende Persönlichkeiten, da fällt es schwer, einen Designer herauszugreifen. Hm. Alber Elbaz ist sicherlich jemand, den ich sehr bewundere, und mit dem ich während unserer Zusammenarbeit besonders viel Kontakt hatte.

 

Haben Sie auch die Modebloggerin Elin Kling bei ihrer Kollektion für H&M betreut?
Nein, in dieses Projekt war ich nicht involviert. Diese capsule collection, die nur auf dem schwedischen Markt erhältlich sein wird, haben unsere eigenen In-house-Designer gemeinsam mit Elin entworfen.

 

Wie wichtig finden Sie Modeblogs?
Modeblogs sind wichtig und mir macht es Spaß, sie zu verfolgen. Überhaupt muss uns alles interessieren, womit sich unsere Kunden beschäftigen.

 

Liegt die Zukunft der Mode online?
Die digitale Welt ist ungemein spannend und wichtig für ein Haus wie H&M. Dort hält sich eine immer größer werdende Zahl unserer Kunden auf. Das heißt aber nicht, dass die Menschen gar nicht mehr in Geschäfte gehen wollen. Das ist meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt, den man nicht vergessen sollte.

 

Sie waren auch zu Gast bei der Konferenz Digital Life Design, kurz DLD, in München. Was haben Sie von dort mitgenommen
Ich habe auf dem DLD unendlich viele neue Informationen gespeichert und mich vielfältig inspirieren lassen. Es ist beeindruckend und herausfordernd, wie wichtig die neuen digitalen Sphären für uns alle geworden sind.

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Teamwork & Konsequenz: Interview mit Designerin Johanna Kühl, Kaviar Gauche

Backstage bei Kaviar Gauche: Während ihre Design- und Geschäftspartnerin Alexandra Fischer-Röhler an den Looks für die in Kürze startende Modenschau feilte – Auf welche Seite soll die Handtasche? Die Haare hochgesteckt oder doch simpel zu beiden Seiten gescheitelt? – gab uns Johanna Kühl ein kurzes Interview. Darin erläutert sie das Teamwork der beiden – und erzählt, wann sie gemerkt hat, dass ihr gemeinsames Label den Durchbruch geschafft hat. Unsere Kollektionsbesprechung finden Sie hier.

Countdown Berlin #33: 11 Fragen an Jessica Weiß von Les Mads

Einen Tag vor dem offiziellen Start der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin, von Premium und Bread&Butter, kommen wir zur vorerst letzten Folge unseres Fragebogen-Countdowns. Und wir hatten großes Glück. Unterwegs nach Florenz – oder schon wieder auf dem Rückweg? Oder Paris, oder …? – fand Les Mads-Co-Gründerin Jessica Weiß die Zeit, in einer Schnellfeuerrunde unsere 11 Fragen zu beantworten. Hatte ich schon erwähnt, dass es jetzt auch ein Buch … mehr dazu am Ende des Interviews!

 

 

Berlin … bewegt sich schnell.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Ein aufgeladenes iPhone, der Schauenplan und roter Lippenstift.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Mehr als vier Stunden schlafen.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Ich mag Cèline, egal zu welcher Jahrezeit.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Winterschuhe von Acne.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Seide – einfach unschlagbar im Sommer!

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Hien Le und Perret Schaad.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe das ständige Reisen und die Herausforderung, das auszubauen, was wir uns erarbeitet haben. Die Kehrseite ist, dass ich leider nahezu 24 Stunden online bin.

 

Was ist das unverwechselbare an Mode aus Deutschland?
Gibt es da etwas? Könnte ich nicht sagen.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Hmmmmmm.

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Ich freue mich sehr auf Perret Schaad!

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Fotografin Camilla Åkrans

Endspurt! Morgen macht sich das Nahtlos! Team auf in die Hauptstadt zur Fashion Week Berlin. Vom 18. bis zum 22. Januar werden wir alles geben, Ihnen das modische Geschehen in Wort, Bild und Ton so nahe wie möglich zu bringen. Zuvor allerdings hat in unserer Serie „Die Schweden kommen” die Top-Fotografin Camilla Åkrans das Wort, die bereits für alle großen Magazine und Marken (Hermès, Sisley, „Vogue”) hinter der Kamera stand. Und deren Bilder – wie unser freizügiges Teaser-Bild – ab dem 20. Januar in der Ausstellung „Fashion!” in Berlin zu sehen sind.

 

Berlin ist … …eigentlich so nah. Doch da ich zur Zeit unglaublich viel auf Reisen bin, schaffe ich es leider beim besten Willen nicht zu meiner eigenen Vernissage.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Eine Modewoche – egal wo – ist bei mir vor allem mit Kunden-Meetings verbunden, weshalb ich oft auch nur deren Runway Shows sehe. Unverzichtbar? Mein Handy – das ist mein Baby!

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Wo immer ich bin, mache ich sofort das nächste gute Gym ausfindig und laufe oder hebe Gewichte. Dann bin ich nur in der anstrengenden BEwegung mit meinen Gedanken und kann wunderbar abschalten.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Beruflich haben mir die Kollektionen von Louis Vuitton und Marc Jacobs sehr gefallen. Privat trage ich eher Chloé, Stella McCartney und Céline. Urbane Eleganz mit einem Hauch Paris.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Ich bin keine große Shopperin. Hm, zuletzt habe ich mir eine Schaffell-Winterjacke von Acne gekauft.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Schon eine ganze weile begleitet mich meine Abendtasche von Balenciaga, eine richtig große Clutch.

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Ich glaube ja, dass die Rodarte-Schwestern noch lange nicht dort angekommen, wohin sie es definitiv schaffen können. Ihre Sachen finde ich richtig toll. Auch keine Newcomer, aber Filippa K und Acne – die machen eine Menge richtig, vor allem stilistisch, finde ich.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe das Privileg, mein Hobby, meine liebste Beschäftigung, zum Beruf zu haben. Was ich hasse, ist, so oft und lange von Zuhause weg zu sein. Von meinem Freund, unseren Freunden … In 2010 bin ich gut 200 Tage unterwegs gewesen.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Da bin ich überfragt … cant’t really. Professional Helmut Newton. but i would not i want

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Professionell muss ich Helmut Newton angeben, den ich sehr bewundere und mit dem ich mich in meiner Arbeit identifiziere. Ob ich sein privates Leben hätte haben wollen, das weiß ich nicht. Wie bei vielen Menschen, die Großes geleistet haben.

 

Wann waren Sie zuletzt in Berlin?
Als ich zwölf Jahre alt war. Und zwar nur einen halben Tag. Seitdem sollte ich schon oft in Berlin fotografieren, doch es kam immer etwas dazwischen und es haben sich bei Projekten andere Städte durchgesetzt.

 

Die Ausstellung der Werke von Camilla Åkrans ist vom 20. bis 29. Januar täglich von 12 bis 19 Uhr (am 25. und 26.1. nicht!) zu sehen in der Galerie Swedish Photography, Oranienburger Straße 27. Die Vernissage – wie erwähnt leider ohne die Künstlerin – findet am 20. Januar um 19 Uhr statt. Nur mit Akkreditierung!

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Stylistin Åsa Lundström

Während es in Mailand bei den Männerschauen bereits in die heiße Phase geht (mehr in unserer Berichterstattung), haben wir noch ein paar Countdown-Interviews, das Milano das Fashion-Week-Staffelholz an Berlin abgeben muss. Inspiriert von den schwedischen Designerinnen-Gästen machen wir in unserem Countdown weiter mit der renommierten Stylistin Åsa Lundström. Die tauschte schon vor einigen Jahren Stockholm gegen Berlin – und begeistert uns mit ihrer überbordenden Fantasie, geerdet durch skandinavischen Pragmatismus. Zu ihren Kunden gehören Magazine wie „Zoo”, „Wad Mag” oder „125”, und Marken wie Volvo, Air Berlin und Peek & Cloppenburg.
Hier ihre Fragebogen-Antworten:

 

Berlin ist … wie nichts sonst. Inspirierend, offen und einzigartig.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Wasserflaschen, Kamera, ein Stift – und im Sommer: mein Fahrrad.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Ein Glas Wein am Abend. Und manchmal einfach ein kleines bisschen später aufstehen.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Mir war Einfachheit schon immer extrem wichtig, also mag ich die trendig-blassen Farbtöne Weiß, Off-White, Crème und Beige. Alle gleichzeitig. Dirty up the white!

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Eine Mischung Vintage-Knöpfe in allen Farben und Größen bei Liberty’s in London.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Ich besitze einen schwarzen Mantel von Dries Van Noten, den ich vor Jahren in Antwerpen gekauft habe. Den trage ich immer und immer und immer wieder. Überhaupt trage ich schon lange gerne Schwarz.

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Ein großartiger Neustarter ist Hien Le. Und ich liebe ebenso Perret Schaad. Aus Schweden finde ich Altewai.Saome sehr interessant zu beobachten.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe es, Bilder zu kreieren und dazu beizutragen, eine Geschichte zu erzählen. Das sind all die guten Seiten meines Jobs – und über die (wenigen) schlechten rede ich hier nicht.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Eine schwierige Frage … Ich tendiere dazu, den schwedischen Style als ruhiger und less is more zu beschreiben. Dagegen kann deutsche Kreativität manchmal verspielter und extrovertierter sein. Allgemein sind Trends in der westlichen Welt aber ziemlich universell gültig.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Gestern: Yves Saint Laurent. Heute: Dries Van Noten.

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Die Ausstellung der schwedischen Fotografin Camilla Åkrans, organisiert vom Swedish Institut Stockholm. Home, sweet home!

 

Die studierte Industriedesignerin Åsa Lundström kann von Berlin, Hamburg oder Stockholm für Fotoproduktionen und Dreharbeiten gebucht werden. Zu ihrer verspielt gestalteten Homepage geht es hier.

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Bloggerin Sania Claus

Nur noch wenige Tage bis zum ersten Tag der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin für Herbst und Winter 2011/2012. Wir setzen unsere Schweden-Serie fort – mit einer weiteren prominenten Bloggerin aus Stockholm: Sania Claus. Sie bekam 2010 von den Leserinnen der Zeitschrift ”Chic” einen Preis für den besten Alltagslook. Jetzt bloggt sie für die Illustrierte. Hier ihre Antworten auf unsere Countdown-Fragen:

 

 

 

Berlin ist … eine Stadt, die ich unheimlich gern besuchen würde.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Highheels, verrückte Outfits – und meine Kamera.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
In dem ich mich bis zur letzten Minute so gut wie möglich darauf vorbereite.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Der Trend zum [Hosen-]Schlag – und die neuen klobigen Plattformschuhe.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Ein Paar total ausgeflippte Schuhe vom Label Finsk!

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Mein Polo-Sweater aus Wolle von Benetton! Es hält mich warm, sieht hübsch aus und ich könnte ihn ständig tragen. Zumindest im Moment …

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Ich bin ein großer Fan von House of Dagmar!

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich finde toll, wie viele Menschen ich erreiche. Doch sowie ich einnicke, verliere ich – also gibt es für mich eigentlich nie eine Pause.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Schwedische Mode ist wie das schwedische Wetter: cool und einfach. Deutsche Mode empfinde ich als globaler, lebendiger.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Karl Lagerfeldt. Eine lebende Legende.

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Leider kann ich nicht nach Berlin kommen, dabei würde ich unheimlich gern die aufregenden Streetstyles sehen!

 

Sania Claus bloggt hier. Ihr Stil? Luxus mit low budget mischen – und modisch gern mutig sein!

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Bloggerin Malin Ny

In sieben Tagen startet die Fashion Week Berlin – und wenn wir alle Anzeichen richtig deuten, wird es zugleich wieder ein großes europaweites Bloggertreffen sein. Da wir uns diesmal besonders den schwedischen Gästen widmen, kommt unsere Gesprächspartnerin aus der Blogosphäre ebenfalls aus dem hohen Norden: Die freie Journalistin Malin Ny bloggt derzeit für die Website der schwedischen Frauenzeitschrift „Chic” und stellte sich freundlicherweise unseren Fragen.

 

 

 

Berlin ist …edgy, urban und cool. Die Stadt, in der stylishe Leute eine großartige Zeit haben!

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Kamera, mein Macbook und – natürlich – hohe aber bequeme Schuhe.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Massagen und Maniküre.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Ich liebe die hellen, leuchtenden Farben bei Jil Sander und das 70er-Jahre-Feeling bei Marc Jacobs. Oh, und natürlich die zitrusfarbenen Print-Kleider von Stella McCartney. Wunderschön!

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Ein paar schwarze Schlagjeans in einem Vintage-Laden in Stockholm. Die sind ziemlich großartig.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Seide. Immer im Trend, sexy und sehr feminin.

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Acne wird langsam international richtig bekannt und gewinnt an Bedeutung. Verdient, finde ich.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe es einfach, ständig spannende und inspirierende Menschen treffen zu können.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Schwedische Mode ist strikter und eher auf Basics konzentriert, würde ich sagen.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Frida Kahlo. Ihre Kunst ist fantastisch, aber noch mehr begeistern mich ihr Optimismus und ihre Fähigkeit, das Leben zu lieben, ganz gleich wie hart es für sie war und wie viel Schmerz sie ertragen musste.

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Extrem schicke Menschen in einer alle bereichernden Atmosphäre.

 

Malin Nys Blog ist hier zu finden. Darin schreibt die 25-Jährige über ihr Leben, Popkultur, Mode („Gern in schwarzweiß!”), Musik und vieles andere.

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Anna Eriksson

Nur noch eine gute Woche, dann startet die Fashion Week Berlin – und unser Countdown geht in die Zielgerade. Und zwar mit elf Fragen an Anna Eriksson, die für den Verband der schwedischen Modeindustrie die Zusammenarbeit mit der  Mercedes-Benz Fashion Week Stockholm koordiniert und auch für die Pressearbeit der Modewoche zuständig ist.

 

 

 

Berlin ist … eine auf viele Arten inspirierende Stadt.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Bequeme Schuhe und ein Handy.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Da ich während der Fashion Week immer im Einsatz sein werde, entspanne ich mich hinterher.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Ich mag einfache Schnitte und habe immer schon in gerade Hosen investiert. Die Trendfarbe des Sommers wird mehr denn je Weiß sein, habe ich gehört.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Ein paar richtig warme Winterschuhe, die mir versprochen haben, meine Füße auch bei bis zu minus 40 Grad warm zu halten.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Ich habe nicht den einen Favoriten in meinem Kleiderschrank. Aber eine Lieblingsgfarbe: Schwarz!

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Ich freue mich auf drei Shows der Mercedes-Benz Fashion Week Stockholm ganz besonders: Die Newcomer Altewai.Saome und Hernández-Cornet sowie die Rückkehr des Labels Busnel.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe meinen Job. Punkt.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Ich weiß leider noch nicht genug über deutsche Mode, um diese Frage beantworten zu können. Fragen Sie mich nach der Fashion Week Berlin noch einmal.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Kann man Coco Chanel schon als historische Person bezeichnen?

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Ich werde versuchen, so viel wie möglich zu sehen. Definitiv werde ich die Shows der drei schwedischen Designerinnen anschauen: Camilla Norrback, Diana Orving und Ida Sjöstedt. Und die Foto-Ausstellung der schwedischen Fotografin Camilla Åkrans. [Info: Galerie Swedish Photography, Oranienburger Straße 27, 20. bis 29.1., 12 bis 19 Uhr; Vernissage am 20. Januar, 19 Uhr (nur mit Akkreditierung!)

 

Anna Eriksson arbeitet als Projektmanagerin für die Association of Swedish Fashion Brands, kurz ASFB, deren Aufgabe die Unterstützung der schwedischen Modebranche ist. Zu ihren Aufgaben gehört auch die Koordination dieser Arbeit mit der Mercedes-Benz Fashion Week Stockholm.

 

Illustration (Teaser): Lina Ekstrand für Altewai.Saome

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Jacob Östberg

Wie auch schon bei unserem ersten Countdown im letzten Jahr, haben wir nicht nur Designer sondern auch anerkannte Modeexperten befragt. In Schweden ist das zum Beispiel Jacob Östberg, Associate Professor am Centre of Fashion Studies der Universität Stockholm, einer der wenigen Hochschulen europaweit, an der Mode als anerkannte Wissenschaft gelehrt wird. Nicht zuletzt dank Unterstützern wie H&M. Seine Antworten:

 

Berlin ist … Berlin is it. Oder war das Coca-Cola? Na ja, diesen Rang müssen die zwei dann wohl teilen.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Um ehrlich zu sein, ich bin ja eher ein Akademiker, der sich für Mode interessiert, als ein Fashionisto, der sich für die Wissenschaft begeistert. Deshalb ist meine Erfahrung als Modenschau-Zuschauer eher begrenzt, um ehrlich zu sein nicht vorhanden. Also habe ich keine Ahnung, was für Dinge da nützlich wären.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Ich plane nicht, mich zu entspannen.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Oh, ich bin da außergewöhnlich offen. Ich mag alles.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Das letzte Mal habe ich meine Brieftasche geöffnet, um ein wunderschönes Räuchermännchen auf einem Berliner Weihnachtsmarkt zu erstehen. Wenn es Mode sein soll, dann wäre das ein Paar Jeans von William Rast.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Mein Tweed-Jackett von J. Crew, weil es mir dabei hilft, so zu tun, als würde ich über einen Ostküsten-Campus der USA spazieren statt in Stockholm. Manchmal brauche ich dieses Gefühl. Die meiste Zeit aber bin ich sehr glücklich an unserer Uni – und dann ist das Jackett bloß ein schickes Jackett.

 

Wer sind die vielversprechendsten Newcomer in Schweden und/oder Deutschland?
Ich weiß nicht, ob man Fifth Avenue Shoe Repair noch als Newcomer bezeichnen kann, aber ich liebe ihre Anzüge und würde sie deshalb als meine Nummer 1 angeben.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe die Tatsache, dass die Wissenschaft einer der wenigen Plätze ist, wo ungehemmte Ansprüche immer noch gefeiert werden. Wenigstens ab und zu.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Gegenfrage: Gibt es überhaupt so etwas wie „Die schwedische Mode“? Kommen Sie doch zu meinem Vortrag während der Fashion Week, da gehe ich auf dieses Thema sehr detailliert ein. [Swedish Fashion Lecture, 21. Januar 2011, 10.00–12.00 Uhr, Felleshus der Nordischen Botschaften, Rauchstr. 1, Berlin]

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Claude Lévi-Strauss

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Ich werde definitiv in der Gaststätte Zwiebelfisch am Savignyplatz vorbeischauen. Das würde ich um nichts in der Welt verpassen!

 

Jacob Östberg ist Associate Professor des Centre for Fashion Studies an der Universität Stockholm, wo er Seminare in den Bereichen Konsum, Marketing und Mode gibt. In seinen Forschungen beschäftigt sich Östberg vorwiegend mit Konsumkultur-Theorie, besonders den Themen Maskulinität und Konsum, Konsumenten-Stämme sowie Marken als kulturelle Ressourcen.

 

Teaser-Fotos: Hasse Nielsen für H&M; Montage: Nahtlos!

 

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Camilla Norrback

Auch Camilla Norrback, die Nahtlos! ja bereits in Stockholm besuchte, werden wir im Januar in Berlin wiedersehen. Und auch an sie hatten wir genau elf Fragen:

 

Berlin ist … ultra-urban und altmodisch.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Die Ruhe und meinen Fokus zu bewahren.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Gar nicht!

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Von meiner eigenen Kollektion mag ich ganz viele Styles gern – vor allem aber die Farben und Stoffoberflächen.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Weihnachtssterne für unser Büro und einen neuen Akku für mein Macbook – jetzt kann meine Arbeit wieder fließen.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Mein großer Pullover! Perfekt und warm im Winter und ebenso kuschlig im Sommer.

 

Ihre Kollektion für Herbst/Winter 2011/2012 in einem Satz?
Sophisticated but easy to wear!

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe es, zu designen. Und ich hasse es, wenn ich dafür einfach mal nicht genug Zeit finde.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Schwedische Mode ist mehr cutting edge, deutsche klassischer. Würde ich sagen …

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Mit allen starken, unabhängigen Frauen der Weltgeschichte.

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Viele Leute in angenehmer Atmosphäre.

 

Camilla Norrback, Jahrgang 1974, stammt aus Jakobstadt in Finland. Bereits mitt 13 saß sie an deer Nähmaschine, brachte sich selbst ales bei, was sie als Designerin wissen musste und lie sic zusätzlich zur Hutmacherin ausbilden. 1999 gründete sie ihr gleichnamiges Label, dass von Anfang an auf zwei Säulen stand: künstlerische Freiheit im Designprozess und Verantwortung für die Umwelt. Camilla Norrback verbindet Sinnlichkeit mit nostalgischen Elementen und Einflüssen aus gesellschaftlichen Strömungen, Kunst und Entertainment, ihre „Ecoluxury”-Mode ist aus nachhaltig gewonnenen Materialien. 2010 kam die Männerlinie Norrback dazu.

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Countdown Berlin – Die Schweden kommen: 11 Fragen an Ida Sjöstedt

Die Designer, die aus der Kälte kamen: Auf Einladung von Titelsponsor Mercedes-Benz und Veranstalter IMG werden – nach den jungen Italienern im Winter 2009/2010 – diesmal einige schwedische Designer(innen) nach Berlin reisen, um Einkäufern wie Presse ein stilistisches Update zu präsentieren. Eine der Vertreterinnen aus dem hohen Norden ist Ida Sjöstedt, die sich freundlicherweise bereits vorab unseren neugierigen Countdown-Fragen stellte:

 

Berlin ist … mir noch völlig unbekannt.

 

Was ist für Sie während einer Fashion Week unverzichtbar?
Ein Paar Highheels, ein Paar bequeme Schuhe und mein Make-up-Täschchen.

 

Wie entspannen Sie sich im Trubel der Modenschauen?
Ich nehme einen Drink.

 

Was sind Ihre Favoriten der Saison Frühjahr/Sommer 2011?
Die verspielten Kollektionen von Erdem und Christopher Kane aus London.

 

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Ein Paar schwedische Stiefel – um unseren Winter zu überleben.

 

Ihr liebstes Kleidungsstück?
Momentan wäre das meine Fake-Fur-Jacke und besagte Boots.

 

Ihre Kollektion für Herbst/Winter 2011/2012 in einem Satz?
Wunderschöne Mädchen, gefangen im Kristallpalast.

 

Was lieben und was hassen Sie an Ihrem Job?
Ich liebe die Kreativität, und ich hasse die Unsicherheit.

 

Was sind die Unterschiede zwischen deutscher und schwedischer Mode?
Das kann ich hoffentlich beantworten, wenn ich aus Berlin zurück bin.

 

Mit welcher historischen Person identifizieren Sie sich?
Scarlett O’Hara

 

Was werden Sie alles in Berlin sehen?
Sicherlich eine Menge deutscher Modeblogger.

 

Ida Sjöstedt wurde 1976 in Stockholm geboren. Mit 20 Jahren zog sie nach London und machte 2000 ihren Abschluss in Modedesign an der University of Westminster. Zurück in Schweden zeigte sie 2001 während der Stockholm Fashion Week ihre erste Kollektion. Ihre Show gehört seitdem zum festen Repertoire der Modewoche, außerdem ist Sjöstedt bei den Pariser Prêt-à-Porter-Schauen präsent. Als geschmackvollen Kitsch oder Eleganz trifft Ironie sind zwei Beschreibungen, die die Designerin selbst für ihre Mode wählt.

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